Erste-Hilfe-Freshup

Seit 1968 besteht eine gesetzliche Verpflichtung, mit Beantragung einer Fahrerlaubnis der Klasse A, A1, B, BE, L,M oder T einen Nachweis zu erbringen, dass die Bewerber mit „Grundzügen der Erstversorgung von Unfallverletzten im Straßenverkehr“ vertraut gemacht wurden bzw. Bewerbern um eine Fahrerlaubnis der Klassen C, C!, CE, D1E, D, D1, DE oder D1E „gründliches Wissen und praktisches Können in der ersten Hilfe“ beigebracht wurde. Diese Verpflichtung besteht leider nur einmalig. Entsprechende Lehrgänge müssen nicht wiederholt werden. Freiwillige Wiederholungen sind möglich, aber für viele Autofahrer nicht interessant.

Trotz dieser Verpflichtung zur einmaligen Schulung wird vielfach nicht geholfen. Die Ursachen hierfür sind Angst vor Fehlern und Bestrafung sowie Unsicherheit, weil eine Ausbildung zu lange zurückliegt.

Angst kann man durch Information ausräumen und, wie auch vor allem bei Unsicherheiten durch Auffrischung der Kenntnisse und Fertigkeiten entgegenwirken.

Um die Auffrischung zeitgemäss und interessant zu gestalten, haben die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe zusammenarbeitenden Organisationen (Arbeiter-Samariter Bund, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter Unfall Hilfe und Malteser Hilfsdienst) das Angebot des Erste Hilfe Fresh Ups entwickelt. Zugangsbeschränkungen bestehen nicht, das Angebot kann und soll auch als Schnupperkurs Lust auf mehr machen.

Da die Konzeption für das Erste Hilfe Fresh Up inhaltlich auf die Zielgruppe „Verkehrsteilnehmer“ ausgerichtet wurde, sind die Kernthemen die Erste-Hilfe-Massnahmen bei Strassen­verkehrs­unfällen. Wichtig dabei ist, dass insbesondere praktische Massnahmen geübt werden. Die Teilnahme ist freiwillig und kann inhaltlich definierte sowie gesetzlich vorgeschriebene (Erst-)Ausbildungen nicht ersetzen. Die Teilnahme an einem Erste Hilfe Fresh Up wird nicht im Rahmen der Fahrerlaubnisverordnung anerkannt. Die Kosten trägt der Teilnehmer.

Die ausbildenden Hilfsorganisationen sind bestrebt durch diese Lehrgänge die Erste-Hilfe-Ausbildung insgesamt attraktiver zu machen und um dafür zu sorgen, dass Erste Hilfe ein Kulturgut wird wie Lesen oder Schreiben.

Informationen erteilt die nächstgelegene DLRG-Gliederung oder eine der anderen Hilfsorganisationen.