Schulsanitätsdienst

Gründe und Aufgaben eines Schulsanitätsdienstes

In immer mehr Schulen werden Schülerinnen und Schüler aktiv und möchten einen Schulsanitätsdienst einrichten. Auch Mitglieder der DLRG können und sollen sich an diesen Sanitätsdiensten beteiligen. Doch bevor es soweit ist, sollten die Aufgaben für einen Schulsanitätsdienst festgeschrieben werden:

Aufgaben können sein:

  1. Hilfeleistung bei Unfällen und Notfällen an der Schule. Hierdurch wird ein Zeitvorsprung für die Erstversorgung der Unfallopfer erreicht und damit das therapiefreie Intervall auf ein Minimum reduziert.

  2. Betreuung von Schulveranstaltungen aller Art. Diese können sowohl innerhalb der Schule (Schulfeste, Sporttage etc.) als auch außerhalb der Schule z.B. bei Wandertagen erfolgen.

  3. Schulsanitäter sind eine wichtige Stütze für den Sicherheitsbeauftragten der Schule, da sie an der Instandhaltung der Erste-Hilfe-Einrichtungen und der Evakuierungspläne mitarbeiten können

  4. Durch die Aktivitäten in einem Schulsanitätsdienst können Einblicke in den sozialen Bereich gewonnen werden

  5. Schulsanitäter können auch im Rahmen der Erste Hilfe Ausbildung an den Schulen z.B. als Ausbildungshelfer zum Einsatz kommen.

  6. Schulsanitäter haben eine nicht zu unterschätzende Vorbildfunktion (Ein Slogan des Malteser Hilfsdienstes spricht von "Hände die helfen, schlagen nicht". Einer Aussage der man sich nur zu gerne anschließt.

Wichtig bei der Gründung einer Schulsanitätsgruppe ist die Frage wie die Ausbildung organisiert wird. Idealerweise erfolgt die Gründung einer solchen Gruppe mit der Unterstützung einer Hilfsorganisation. Dadurch ist eine ständige Aus- und Weiterbildung gesichert. Der Einstieg erfolgt mit Erste Hilfe Lehrgängen. Aufbauend auf diesen Lehrgängen müssen weiterführende Lehrgänge angeboten und auch durchgeführt werden. Mit einer gruppeneigenen Organisationsstruktur mit genau festgelegten verschiedenen Aufgabengebieten ist der Aufbau einer eigenständigen Gruppe möglich.

Versicherungsschutz:

In der Schule und bei Schulveranstaltungen muß der Versicherungsschutz durch die Schule gewährleistet werden (bitte jeweils abklären). Außerhalb der Schule und während der Aus- und Weiterbildung besteht die Möglichkeit des Versicherungs-schutzes durch die beteiligte Hilfsorganisation.

Kosten:

Für die Aus- und Weiterbildung sowie für die verbrauchten Materialien werden in den einzelnen Quellen Beträge zwischen Euro 250,00 und Euro 500,00 pro Jahr genannt. Ob und wie diese Kosten zwischen der Schule und der beteiligten Hilfsorganisation aufgeteilt werden kann muß im Einzelfall geklärt werden.