Einsatz Ertrinkungsunfall (Sa 01.08.2020)
vermisster Schwimmer Reichenau Sandseele

Einsatzart:
Ertrinkungsunfall
Einsatztyp:
SEG-Einsatz
Einsatztag:
01.08.2020 - 02.08.2020
Alarmierung:
Alarmierung per Leitstelle
am 01.08.2020 um 22:32 Uhr
Einsatzende:
02.08.2020 um 01:15 Uhr
Einsatzort:
Reichenau Sandseele, Campingplatz
eingetroffen um 22:44 Uhr
Einsatzauftrag:
Suche und Rettung
Einsatzgrund:
vermisster Schimmer Reichenau, Campingplatz Sandseele
Eingesetzte Kräfte
  • 1 Einsatzleiter DLRG
  • 8 Gruppenführer
  • 1 Taucheinsatzführer
  • 6 Bootsführer
  • 5 Einsatztaucher
  • 14 Wasserretter
1/9/25/35
Eingesetzte Einsatzmittel
- Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) - Pelikan Konstanz 85/11-1 - KN WR-911
- Gerätewagen Taucher (GW-Taucher) - Pelikan Konstanz 85/91-1 - KN WR-921
- Gerätewagen Wasserrettung (GW-WR) - Pelikan Konstanz 85/91-2 - KN WR 923
- Kommandowagen (KdoW) - Pelikan Bodensee-Konstanz 80/10/1 -
- Kommandowagen (KdoW) - Pelikan Bodensee-Konstanz 80/10/2 -
- Mehrzweckboot (MZB) - Adler Konstanz 85/94-4 - KN 1 345
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Öhningen 97/94/1 -
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Radolfzell 93/94/1 -
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Wangen 96/94/1 -
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Radolfzell 93/94/2 -
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Allensbach 92/94/1 -
- Rettungsboot (RTB) - Pelikan Moos 94/94/1 -
- sonstige Fahrzeuge (sonst. Fzg) - Wasserschutzpolizei -
- sonstige Fahrzeuge (sonst. Fzg) - Polizei -
- sonstige Fahrzeuge (sonst. Fzg) - Feuerwehr -

Kurzbericht:

Am gestrigen Abend, um 22:32 heißt es Großeinsatz für die DLRG Gruppen des Landkreises Konstanz. Gemeldet wird ein ca. 20-jähriger männlicher Patient, der im Badeberich vor der Sandseele vermisst sei. Kurz nach der Alarmierung laufen die ersten Motorrettungsboote der DLRG Gruppen am Untersee aus. Die Einsatzleitung und die Einsatztaucher aus Konstanz fahren die Einsatzstelle über Land mit den Einsatzfahrzeugen an. Aufgrund der Dunkelheit und der damit erschwerten Bedingungen zur Suche, wird mit einem Großaufgebot an Rettungseinheiten und Personal aufgefahren. Insgesamt 6 Motorrettungsboote, insgesamt 6 Einsatzfahrzeuge und ca. 35 Einsatzkräfte sind von Seiten der DLRG im Einsatz. Die ersten eintreffenden DLRG Kräfte treffen vor Ort auf die bereits anwesende Polizeistreife. Gemeinsam werden die weiteren Maßnahmen abgestimmt. Aufgrund der Zeugenaussagen muss davon ausgegangen werde, dass eine Person im Wasser vermisst wird, zumal Kleidungsstücke des vermissten am Ufer zurückblieben. Gleichermaßen wahrscheinlich ist jedoch auch aufgrund weiterer Zeugenaussagen, dass diese Bereits aus dem Wasser kam und mit dem Fahrrad davonfuhr. Während die Polizei die Suche nach dem Vermissten durchführt, beginnen die eingetroffenen Boote mit der Oberflächensuche. Hierzu fahren sie in Suchformationen die Wasserfläche ab und leuchten diese aus. Parallel dazu beginnen Einsatztaucher mit der Unterwassersuche. Aufgrund der Wassertiefe wird das Tauchen bald durch einfaches Gehen ersetzt und der Badeberiech abgegangen. Die Feuerwehr Reichenau ist zur Ausleuchtung der Unfallstelle hinzugezogen. Des Weiteren führen sie eine Landseitige Suche im Uferbereich, 500m links und rechts der Einsatzstelle durch. Unterstützend setzen sie ihre tragbaren Wärmebildkameras ein. Diese sind ursprünglich für den Brandeinsatz konzipiert, erweisen sich aber als sehr gute Ergänzung auch in der Wasserrettung. Gemeinsam mit der vor Ort befindlichen Wasserschutzpolizei werden die Suchformationen und der Suchbereich der Rettungsboote abgesprochen und durchgeführt. Im Laufe der Suchen an Land und zu Wasser können keine weiteren Erkenntnisse gewonnen werden. Somit wird der Einsatz um 00:15 erfolglos beendet. Es bleibt zum einen die Ungewissheit, wo sich die vermisste Person befindet, aber zum anderen haben wir die Gewissheit, dass wir alles taten was wir konnten und wäre er dort unter Wasser gelegen, hätten wir ihn auch gefunden.
Nachdem alle Einsatzkräfte gesund zurück vom Einsatz sind, alles Material gereinigt, desinfiziert und verbrauchtes wieder aufgefüllt ist, kann der Einsatz für die DLRG gegen 01:15 beendet werden.    
 

         

Die Einsatzberichte des Jahres 2011 finden Sie hier.