Saisonbilanz 2013

DLRG zieht vorläufige Bilanz der Bade- und Wassersportsaison 2013 

Zum Ende der Hauptbade- und Wassersportzeit zieht der Bezirksvorsitzende Philipp Gärtner eine positive Bilanz der DLRG-Arbeit im Landkreis Konstanz. „Die Saison 2013 war ungewöhnlich intensiv. Die Einsatzzahlen haben ein neues Rekordniveau erreicht. In den Sommermonaten konnten unsere Kräfte nahezu täglich Menschen in  Not Hilfe leisten.“

Dies belegt die Statistik: In den vergangenen neun Monaten war die DLRG in 95
Fällen im Rettungs-Einsatz – eine Steigerung der Alarmierungen um 20 Prozent und damit neuer Höchststand bei den Einsätzen. Dabei konnten über 60 Personen aus dem Wasser gerettet werden; auch das bedeutet eine Steigerung von 50 Prozent im Vergleich mit den Vorjahreszahlen.  

Nachdem dieses Jahr praktisch keine nennenswerte „Eis-Lage“ eingetreten war, begannen die ersten Einsätze Anfang März. Im Mai und im Juni kam es schon zu mehr als einem Dutzend Alarmierungen pro Monat. Die Ferien-Monate Juli und August brachten eine weitere Steigerung auf rund die doppelte Anzahl von Rettungseinsätzen. Dabei schrillten die Alarmmelder der Ehrenamtlichen wiederholt mehrfach am Tag – so etwa an den drei Sturm-Tagen Mitte Juni und Ende Juli / Anfang August, die den ganzen Einsatz der DLRG-Aktiven bei einer Vielzahl von Personen-Rettungen und Boots-Bergungen erforderten. Im September gingen die Einsatzzahlen wieder auf das Frühjahrsniveau zurück.  

Den vielen gelungenen Hilfeleistungen standen leider sechs Einsätze gegenüber, bei denen Personen nur tot geborgen werden konnten oder trotz versuchter Reanimation verstarben. Diese Erfahrungen stellten eine besondere seelische Belastung für die beteiligten Rettungskräfte dar.

Ein Unfallschwerpunkt auf dem Bodensee war nicht auszumachen, alle See-Teile von der Höri über die Konstanzer Bucht bis nach Bodman-Ludwigshafen sind in der Einsatz-Liste zu finden. Vielfältig waren die Alarmierungsgründe: vom vermissten Schwimmer bis zum über Bord gegangenen Segler, vom verletzten Wanderer am Ufer der Marienschlucht über die Rettung der Besatzung eines havarierten Heißluftballons (samt Bergung des Fluggeräts) bis zur Hilfeleistung für einen erschöpften schwimmenden Hund. Auffallend war für die DLRG-Verantwortlichen allerdings, wie viele Bergungen von Personen nach Kenterungen von Kanus und Segelbooten notwendig wurden. Dies beweist den unverändert hohen „Freizeitwert“ der Bodensee-Region, zeigt aber zugleich eine zunehmende Leichtfertigkeit im Umgang mit den Gefahren auf dem Wasser.
 
Neben der eigentlichen, ganzjährig gewährleisteten Einsatzbereitschaft in der Wasserrettung – meist in sehr guter Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei und dem landgebundenen Rettungsdienst – leisteten die Ehrenamtlichen der DLRG eine Vielzahl weiterer Hilfeleistungen auf dem See und in den Strandbädern. Dazu gehörten außerdem die Sicherungs-Dienste für Regatten, die Organisation und Absicherung diverser Seeschwimmen und die Einsätze bei Großveranstaltungen wie dem Seenachtfest und dem Flohmarkt in Konstanz.
 
Bezirksvorsitzender Philipp Gärtner resümiert: „Der Rückblick auf die Saison 2013 unterstreicht die besondere Leistungsfähigkeit der DLRG im Bezirk Bodensee-Konstanz. Dreierlei zeichnet sie aus: Professionelle Ausbildung, hohes Engagement und ganzjährige Einsatzbereitschaft.“